Blog Übersicht

Amazon-SEO - nicht nur SEO für Google

07.06.2018 Kategorien:
Amazon-SEO - nicht nur SEO für Google

Alles Recht bei Amazon-SEO?

Nicht nur das Ranking bei der Suchmaschine Google ist für einen erfolgreichen Onlineauftritt entscheidend. Obwohl der Marktplatz Amazon nicht so viele Optionen zur Optimierung bietet wie Google, gibt es für die Händler einige Möglichkeiten ihre eigenen Produkte in der Suchergebnisliste auf Amazon hoch zu platzieren. In diesem Beitrag werden diese verbreiteten Maßnahmen zur Optimierung von ihrer rechtlichen Seite aus betrachtet. Denn unüberlegtes Vorgehen kann glatt weg zu Problemen führen.

 

Die Produktseite

Es ist naheliegend, die Produktseite auf die angenommenen Suchanfragen hin zu verbessern. Im Allgemeinen gilt jedoch, dass der Nutzer nicht getäuscht werden darf. Auch fremde Marken, zu denen der Händler nicht in Bezug steht sind tabu.

 

Suchbegriffsfelder und Bullets

Auf Amazon werden den Verkäufern 5 Suchbegriffsfenster angeboten. Somit können die Kaufleute festlegen, unter welchen Suchbegriffen ihre Ware in der Amazon-SERP zu finden ist. Für den Amazon-Nutzer bleiben die Suchbegriffsfelder verborgen. Häufig wird dazu geraten, möglichst viele Begriffe in die Suchbegriffsfelder einzutragen, um das Produkt umfassend darzustellen. Begriffsabwandlungen werden vom System selbstständig hinzugefügt.
Ganz ähnlich läuft es mit den Bulletpoints ab. Die Händler können hier unter den einzelnen Produktversionen auf der Produktseite diverse Stichpunkte zum Artikel anführen. So kann man sich zügig einen Überblick über die maßgeblichen Merkmale verschaffen. Auch diese Datensammlung hat einen ausgeprägten Effekt auf die Abfolge der Suchergebnisse bei der Suche nach Keywords.
Allgemein gilt der Einsatz von fremden Marken als Suchbegriff oder Bullet als problematisch. Werden unter dem Suchbegriff “Kodak Kameras” Nikon-Produkte beworben, bewegt sich der Händler auf ganz dünnem Eis. Denn es ist davon auszugehen, dass die Gerichte sich hier an den Metatag-Fällen orientieren, bei denen der BGH nämlich urteilte, dass der Einsatz fremder Marken in Megatags eine markenrechtlich bedeutende Benutzungshandlung darstellt. Dem Nutzer der Suchmaschine, der den betreffenden Markennamen als Suchbegriff benutzt, wird weisgemacht, dass die Produktseite mit seiner Eingabe im Zusammenhang stehe.
Dagegen ist die Markenverwendung erlaubt, wenn der Händler die Befugnis hat, die Marke zu Werbezwecken zu nutzen, beispielsweise wenn dieser tatsächlich Produkte der Marke vertreibt oder auch Zubehör- und Ersatzteile zur Marke verkauft.
Werden bei der Suche nach einer bestimmten Marke auf einer Seite Konkurrenzprodukte angezeigt, ist dies nicht nur für den betreffenden Händler, sondern auch für die Betreiber der Plattform ein Problem. Amazon wurde schon einige Male erfolgreich von Markeninhabern verklagt, die ihre Produkte dort nicht anbieten, allerdings bei Suchanfragen nach ihren Waren Konkurrenzprodukte angezeigt bekamen.

 

Produktbeschreibung

Wichtiger als die Produktbeschreibung sind für das Amazon-Ranking offensichtlich die Bullets. Trotzdem kann die Produktbeschreibung besonders bei stark beanspruchten Keywords ins Gewicht fallen. Zudem begünstigt Amazon Artikel mit einer viel bebilderten Darstellung.
Rein aus rechtlicher Sicht ergeben sich die gleichen Fragen wie bei den Bullets. Auch bei der Produktbeschreibung ist die Nutzung fremder Marken ein Problem. Allerdings gilt hier ein größerer Spielraum für einen ausschließlich beschreibenden Gebrauch („passend auf alle IPhones“). Zudem sind Vergleiche wie „ähnlich Marke“ und „wie Marke“ solange die Aussage zutrifft problemlos.

 

Titel

Da der Produkttitel wirklich den wichtigsten Faktor beim Ranking darstellt, wird oft  zu weitschweifenden Artikelbeschreibungen geraten. Insbesondere müssen Händler sich bemühen, missverständliche Angaben zu vermeiden. Es gilt als wettbewerbswidrig, falls hier bewusst falsche Angaben gemacht werden, um das Ranking zu optimieren und dadurch Kunden zu generieren.
Der Gebrauch fremder Markennamen im Titel bedarf oft einer speziellen Verteidigung. Es kann zum Vorwurf kommen, dass hier die außerordentliche Bekanntheit der Marke ausgenutzt werden soll. Falls vertraglich nicht anders vereinbart ist die Verwendung der Marke für Reseller, Lizenznehmer und Gebrauchtwarenhändler.

 

Produktbilder

Von Amazon werden Produkte mit hochauflösenden Bildern favorisiert. Die Anzahl der Fotos und die Qualität dieser nehmen dabei Einfluss. Doch Vorsicht: Fotos unterliegen dem Urheberschutz und dürfen folglich nicht schlichtweg von einer anderen Stelle kopiert werden. Auch Hersteller müssen gefragt werden, bevor Händler deren Produktfotos verwenden dürfen. Es ist jedoch zulässig, wenn Amazon selbstständig Bilder übernimmt, falls diese legal bei der Plattform hochgeladen wurden.

 

Conversion-Rate

Für das Ranking in der Amazon-Suche ist auch die Conversion-Rate von Bedeutung. Es untersucht die Beziehung zwischen den Seitenbesuchern und den realen Verkaufszahlen. Dabei ranken Produktseiten mit vielen Besuchern, aber wenigen Verkäufen schlechter als Seiten mit höheren Abschlüssen.
Die Conversion-Rate zu verbessern ist eine sinnvolle Maßnahme. Dies ist beispielsweise über den Preis, die Lieferbarkeit, das Verkäufer-Ranking und die tatsächlich verkaufte Ware möglich.

 

Preis

Der Endpreis eines Produktes ist scheinbar der bedeutendste Faktor bei der Positionierung eines Artikels in den Suchergebnissen auf Amazon. Je preiswerter das Produkt, umso wahrscheinlicher ist auch ein Verkauf. Hier müssen die tatsächlichen Endpreise (Brutto) angegeben werden. Dies schließt alle Kosten ein, die zwingend auf den Verbraucher zukommen, wie Überführungskosten, Maklergebühren, Steuern oder Vorverkaufsgebühren. Nur Versandkosten müssen gesondert vermerkt werden.
Soweit die zusätzlichen Kosten deutlich ausgewiesen werden, ist es zulässig geringe Preise und hohe Versandkosten anzugeben, um das Ranking zu optimieren. Jedoch darf in Frage gestellt werden, ob dieses Vorgehen zu mehr Verkäufen führt, da Verbraucher hohe Versandkosten eher meiden und Amazon darüber hinaus das Produkt mittels des Gesamtpreises platziert.
Des Weiteren ist es erlaubt verschiedene Preise unterschiedlicher Artikel derselben Art zu verwenden. Beispielsweise darf ein Monitor in seinen diversen farblichen Ausführungen auch unterschiedlich viel kosten, sofern der Kunde darauf hingewiesen wird und die günstigeren Produkte erhältlich sind.

 

Lieferbarkeit

Auch Angaben zu Vorrätigkeit, Versanddauer und Lieferort müssen wahrheitsgemäß angegeben werden, weil man ansonsten wettbewerbswidrig agiert. Mit einem genügend großen Vorrat darf nur geworben werden, wenn dies wirklich zutrifft. Mit einer kurzen Versandzeit von 2-3 Tagen darf nur geworben werden, falls diese Zusage im Normalfall einhaltbar ist. Zudem müssen der Lieferort und die Mengenangabe der identischen Produkte der Wahrheit entsprechen.

 

Verkäufer-Ranking und verkaufte Artikel

Das Händler-Ranking spielt eine Rolle, besonders wenn mehrere Händler die gleichen Waren anbieten. Ein beliebter Händler wird dabei höher platziert, da die Wahrscheinlichkeit des Verkaufsabschlusses höher ist. Eine Irreführung der Nutzer liegt vor, wenn die Händler selbst oder über Dritte ihre Produkte kaufen, um die Conversion-Rate zu verbessern.

 

Amazon Prime

Amazon listet die Angebote mit Prime-Versand bevorzugt. Es werden manche Produkte auch nur an Kunden von Amazon-Prime angeboten. So werden zwar Händler, die dieses Vertriebssystem nicht nutzen, benachteiligt. Rechtlich ist dies jedoch unproblematisch.

 

Bewertungen

Positive Käuferbewertungen führen zu positiven Auswirkungen auf das Verkäufer-Ranking. Eine große Anzahl an positiven Bewertungen ist ein gutes Zeichen für Amazon. Hier ist nicht bloß die Anzahl, sondern auch die Qualität entscheidend. Letztere wird anhand der vergebenen Sterne, dem Umfang und Gestaltung der Produktrezension, sowie der Vertrauenswürdigkeit der Verfasser gemessen.
Es lässt sich folgendes dazu festhalten: Je mehr Sterne, desto besser die Platzierung. Eine lange Rezession bringt auch mehr. Das Ranking wird durch zugefügte Bilder und Videos verbessert. Bewertungen von gelisteten Produkttestern, stuft Amazon als gewichtiger ein.
Es handelt sich jedoch um Schleichwerbung und somit wettbewerbswidriges Verhalten, sobald ein Händler selbst positive Bewertungen erstellt oder Dritte damit beauftragt. Dem betreffenden Händler drohen demnach Abmahnungen und es ist nicht unwahrscheinlich, dass diese Vorgänge an die Öffentlichkeit geraten. Auch die gezielte Schädigung der Konkurrenten mittels schlechter Bewertungen wird abgemahnt.
Den Kunden um eine Bewertung zu bitten ist erlaubt, sofern keine Gegenleistung dafür erfolgt. Nur bei nachträglichen Anfragen nach Feedback per Email ist Vorsicht geboten. Hier wird die Rechtsprechung zu Email-Marketing stets autoritärer.

SEO Agentur Düsseldorf
SEO Tipps und Tricks 2020
SEO
SEO Agentur

Kostenlose SEO Analyse & Beratung

Fordern Sie schnell und unkompliziert ein Angebot für die Optimierung Ihrer Webseite.


Kontaktdaten

Andere: *

Website Information

Art: *
Logo *
Webdesign *
Art *
OnPage Optimierung *
  • Was wollen Sie erreichen?
  • Was sind Ihre Ziele?
  • Was ist Ihr Business?
  • Wo liegt Ihr Budget?

Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@sumasearch.de widerrufen.

Schließen
SEO in Düsseldorf
SEO Agentur
Angebot anfordern