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SEMrush - mehr als nur ein Tool? - Teil 2

20.06.2018 Kategorien:
SEMrush - mehr als nur ein Tool? - Teil 2
SEO-Tools: SEMrush Teil 1 finden Sie hier.

Keyword-Gap

Der Name ist etwas irreführend, da es keine Keyword-Lücken findet, aber das Tool ist trotzdem bei der Keyword-Analyse hilfreich. Man gibt bis zu fünf Domainnamen ein, wählt für jede Domain „organisch“, „bezahlt“ oder PLA (Product Listing Ads) aus und erhält dann eine Schnittmenge von Suchbegriffen, für welche diese Domains gemeinsam ranken, ergänzt um die üblichen Metriken wie z.B. Suchvolumen, CPC, Mitbewerberdichte, Trends und die Anzahl Ergebnisse für das Keyword bei Google. Besonders interessant ist hier die Option, zwischen Desktop und Mobil umzustellen, da dies die Schnittmengen teilweise einschneidend verändert.

Gibt man ganz oben in der Gap-Analyse ein Keyword ein, springt SEMrush in das Modul „Keywords Analytics“ und dort in „Übersicht“. Auch hier gibt es keine Informationen, wo man Lücken bezüglich des Wording bzw. der eigenen Keywords hätte. Aber die gebotene Übersicht für Suchbegriffe ist wirklich recht umfassend und gibt u.a. Kennzahlen, Trends, passende Wortgruppen und ähnliche Keywords aus. Zusätzlich findet man URL und Domainnamen aller von 1 – 100 rankender Dokumente und die Anzeigentexte aus AdWords.

Backlink-Gap

Welche Backlinks haben Mitbewerber, die ich nicht habe? Diese durchaus wichtige Frage lässt sich mit dem Modul Backlink-Gap beantworten. Dazu gibt man bis zu 5 Domains, Subdomains, aber auch einzelne URL ein und erhält eine Tabelle der darauf verweisenden Domains mit zwei wichtigen Kennzahlen, die bei der Beurteilung helfen können: Der „DS“-Wert (Domainscore) errechnet sich laut Angabe des Anbieters genau wie der PageRank von Google und geht von 0 – 100. Dabei, so heißt es in der Erklärung, würden die Qualität und die Anzahl Links mit einbezogen. Da der PageRank aber eine rein qualitative Metrik ist und eben keinerlei Qualität berücksichtigt, ist wahrscheinlich nur die Erklärung ungenau. Je höher der Wert, desto besser. Der Trustscore (TS) gibt dagegen an, wie vertrauenswürdig eine Domain ist. Im Prinzip beruht dieser Wert vereinfacht erklärt darauf, wie „nahe“ eine Domain „per Link“ an hochvertrauenswürdigen Domains hängt. Dabei nimmt das vererbte Vertrauen mit jeder Linkstufe ab.

Backlinks überprüfen

Wie ist es um das eigene Backlinkprofil bestellt? Gibt es vielleicht noch vorhandene Sünden in Form bezahlter Links aus der Vergangenheit? Hat sich die Domain in den einschlägig bekannten Spamdomains verfangen, die wild und ungefragt Backlinks verteilen, oder ist sie gar Opfer einer sog. Negative-SEO-Maßnahme geworden? Hier setzen fiese Mitbewerber schlechte Links, damit es sich negativ aufs Ranking auswirkt. SEMrush hilft  beim Bewertungsprozess. Man geht die als zweifelhaft oder giftig gekennzeichneten Domains durch und beurteilt sie entsprechend.

API – Daten rein und raus

Für eigene Domains kann man SEMrush mittels einer Schnittstelle zu den Daten verbinden, die Google über die Search Console zur Verfügung stellt. Ebenso ist eine Integration mit Google Analytics möglich. Allerdings ging bei unserem Test immer wieder die Verbindung verloren und musste neu verknüpft werden.

Aber der Weg raus aus SEMrush ist auch per AIP möglich. Übertragbar sind potenziell 120 Mio. Keyword-Daten in 16 Sprachen und Metriken seit 2012 (nur US) von 418 Mio. Domains. Aus knapp 5,7 Billionen Backlinks können ebenfalls Metriken herausgesucht werden. Das Abrufen von 1.000 Keyword-Rankings von 100 Domains kostet so z.B. 50 US$, für historische Daten 250 US$. Die Nutzung der API ist erst ab dem Business-Account (knapp 400 US$) möglich.

Probleme bei der Usability

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass die Darstellungen der Daten gut gelöst wurde und optisch ansprechend gestaltet wurde. Jedoch wird die Freude darüber an mancher Stelle merklich getrübt, was die Navigation betrifft. Anfangs können vielleicht auch die vielen Dashboards gelegentlich für Verwirrung sorgen.

Es sind einige kleine Macken vorhanden, obwohl ständig beim Nutzer nach der Zufriedenheit gefragt wird. Entweder sind die Nutzer sehr geduldig oder Hinweisen wird nicht mit Nachdruck nachgegangen.

Das Problem der Sprünge in völlig andere Menüteile haben auch einige andere SEO-Tools und sie sorgen auch dort oft für Verwirrung. Der Grund liegt in der Absicht der Anbieter, den Zugang zu möglichst vielen einzelnen Modulen aus möglichst vielen Modulen zu ermöglichen. Man kennt das von mit Links überfrachteten Webseiten, die eben auch oft versuchen, mit möglichst vielen Ausgängen dem Benutzer die Navigation zu erleichtern – und ersparen damit tatsächlich die Nutzung der eigentlichen Navigation durch die „Quersprünge“. Aus der Usabilityforschung weiß man allerdings, dass dies gerade den Erst- und Gelegenheitsnutzern den notwendigen Überblick und das Verständnis für den Aufbau oft extrem erschweren kann.

Hilfestellungen

Über die Kopfzeilennavigation findet man Anmeldemöglichkeiten zu Webinaren in unterschiedlichen Sprachen. Über die SEMrush-Akademie lassen sich drei Zertifikate (SEO, Content Marketers und PPC) erwerben. Dazu muss man mindestens 70 % von 20 Fragen in 27 Minuten richtig beantworten (englisch). Ein Blog mit regelmäßigen Beiträgen rundet das Angebot ab.

SEMrush rechnet monatlich ab und startet mit knapp 100 US$ für die „Pro“-Version. Für die nächste Stufe „Guru“ werden knapp 200 und für die „Business“-Version dann knapp 400 US$ fällig. Wie üblich unterscheiden sich die Versionen durch die Anzahl an Analysen, Berichten und Projekten und weiteren Funktionen, die übersichtlich unter de.semrush.com/prices/ in einer vergleichenden Tabelle zusammengestellt sind. Wer ein ganzes Jahrespacket bucht erhält einen entsprechenden Rabatt. Für kleinere und mittelständische Unternehmen wird wahrscheinlich in der Regel der Pro-Account ausreichen, solange man nicht mehr als 500 Keywords überwachen möchte oder mehr als 100.000 Seiten zu crawlen hat.

Schlussbetrachtung

Gerade für Einsteiger ist das Tool SEMrush für die Funktionen ziemlich preiswert. Selbstverständlich sollte man sich über die eigenen Prioritäten im Klaren sein. Der motivierte Nutzer wird bestimmt schnell die Usabilityhürden überwinden, so dass die eigentliche Arbeit dann leichter zu erledigen ist. Zudem findet man auch bei vielen anderen SEO-Tools Unstimmigkeiten.

Bei vielen der diversen Untermodule lohnt sich ein zweiter Blick. Aber auch „Kleinigkeiten“ innerhalb der Untermodule, die das Arbeiten vereinfachen, können aus Platzgründen nicht im einzeln thematisiert werden, wie z.B. die automatische Übergabe gefundener Fehler im eigenen Webauftritt per Mausklick in Trello.

Hat Ihnen die Zusammenfassung Appetit gemacht, sollten Sie sich SEMrush schlicht in Ruhe mittels eines Test-Accounts näher ansehen und daraufhin entscheiden, ob es das richtige Tool zur Erleichterung der tagtäglichen Aufgaben und zum Umsetzen der eigenen SEO-/SEA-/Social-Media-Ziele ist.

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