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Axel Voss, Urheberrechtsreform und Artikel 13

18.03.2019 Kategorien:
Axel Voss, Urheberrechtsreform und Artikel 13

Update 25.03.2019:

Die Europaweiten Demonstrationen vom 23.03.2019 kamen ohne besondere Ereignisse aus. Es wurde friedlich für ein freies Netz demonstriert und die Polizei hatte wenig zu tun, außer die Straßen zu sperren. Die Menge der Demonstranten wäre an dieser Stelle jedoch besonders hervorzuheben. Über 150.000 Menschen waren alleine in 13 Standorten in Deutschland auf der Straße um zu zeigen, dass sie nicht nur ein Computerprogramm sind, was eine E-Mail oder eine Petition unterschreibt. Leider hat die CDU hierfür wenig Verständnis. So sagte Herr Caspary (CDU Europa Abgeordneter), dass Internetkonzerne den Demonstranten über NGO (Non-Government-Organisations) also Nichtregierungsorganisationen bis zu 450 € gegeben hätten. Bei über 150.000 Menschen wären das 67.500.000 €. Fairerweise wollen wir an der Stelle betonen, dass selbst einige Politiker aus der CDU mit dieser Aussage nicht ganz einverstanden waren. Dennoch waren wir etwas fassungslos über diese Aussage.

 

 

 

Update 22.03.2019:

Die Artikel wurden in der endgültigen Abstimmungsvorlage wurden die Artikel neu geordnet. Der Umstrittene Artikel 11 wird nun als Artikel 15 gelistet und der noch häufiger kritisierte Artikel 13 trägt nun die Nummer 17. Inhaltlich hat sich an den Regularien nichts verändert.

Update 21.03.2019:

Wir von der Sumasearch wollen zwar hier einen neutralen Bericht schreiben, der sachlich informiert werden aber trotzdem für das Recht auf ein freies Internet auf die Straße gehen. Immerhin sind wir als professionelle Suchmaschinenoptimierung auch dazu genötigt mit dem Internet zu arbeiten. Am Montag den 25.03.2019 werden von den Demonstrationen berichten.

Aktuell werden die Themen Axel Voss und der Artikel 13 sehr heiß diskutiert. Doch wer ist Axel Voss und was ist der Artikel 13? Als professionelle SEO Agentur möchten wir von der Sumasearch neutral wie möglich all diejenigen über das Thema informieren, die mit der Thematik nicht viel mitbekommen haben. Die Urheberrechtsreform der Europäischen Union war eine, von langer Hand geplante, Reform zur Verbesserung der Rechte, vieler Autoren, gerade für digitale Medien. Die Ziele der Reform, recht edel. So sollten Verfasser von Texten, Autoren von Videos oder Audio-Files für Ihre Arbeit besser entlohnt werden. Nun werden sich einige von Ihnen fragen, warum so viele Menschen sich so stark gegen diese Reform wehren. Wie kommt es also, dass Herr Axel Voss mit seinem noblen Ziel dermaßen auf Kritik im Internet stößt?

Der Politiker der einen Reformvorschlag angenommen hat

Axel Voss, für die CDU im Europaparlament zuständig, ist derzeit eine Person, die nicht zu beneiden ist. Von allen Seiten wird seine Kompetenz infrage gestellt und es hagelt nur so gemeine Posts, Beleidigungen und Anfeindungen bis hin zu Drohungen. Dabei kommt der Vorschlag, den er in Europa durchsetzen möchte, nicht einmal von ihm. Die Idee für die Urheberrechtsreform kam von Günther Oettinger, welcher auch in der CDU tätig ist. Dieser hat damals die Weichen gelegt und alles auf den Weg gebracht. Und sein fast fertiges Werk einfach an Axel Voss weitergegeben. Man kann also sagen, dass der eigentliche Urheber, der Urheberrechtsreform Herr Oettinger ist.

Artikel 11 und Artikel 13?

Die Urheberrechtsreform im eigentlichen Sinne stört niemanden. Das Problem sind nur die Artikel 11, häufig auch weggelassen, und der noch viel bekanntere und umstrittenere Artikel 13. Doch was genau steht in diesen Artikeln, dass diese die Leute sogar auf die Straße zum Streik treiben? Artikel 11 ist dabei der Grundstein für das Dilemma und den Aufschrei. So soll jedes Material einer Lizenz Pflicht unterliegen. Sobald man etwas in irgendeiner Art und Weise nutzt, was man nicht selbst gemacht hat, wird es ruck zuck richtig teuer. Einen Songtext Auszug bei Facebook Posten? Lieber nicht. Ein lizenzfreies Bild für den Blog Beitrag nutzen? Besser nicht. Ein lustiges Video von einer Katze per WhatsApp weiterschicken? Autsch…! Jetzt wird das ganze aber noch komplizierter. Der Artikel 13 sagt, dass der Verstoß auch Webseiten und Anbietern schaden wird, weil diese die Möglichkeit der Lizenz Überschreitung bereitgestellt haben. Sie müssen also auch dafür Sorge tragen, welches Material auf der eigenen Seite geuploadet wird. YouTube würde also zur Rechenschaft gezogen für jedes Video was auf der Plattform veröffentlicht wird. Wie der Abgeordnete Herr Voss es damals bestritten hat, sind damit keine „Upload-Filter“ gemeint. Technisch gesehen befürchten aber viele Experten und Leute die sich mit dem Internet wahrscheinlich etwas häufiger beschäftigen als Herr Voss, dass der Artikel 13 ohne „Upload-Filter“ gar nicht umsetzbar ist. Der dritte Unterpunkt ist aber der schlimmste. Gerade für Betreiber kleinerer Seiten, welche sich einen „Upload-Filter“ oder eine manuelle Filterung der Inhalte gar nicht leisten können. Dieser Unterpunkt im Artikel 13 besagt, dass im Streitfall vor Gericht die Seitenbetreiber direkt für den Verstoß gegen Urheberrechtsverletzungen haftbar gemacht werden können. Viele Leute hegen Zweifel für die Wirkung der Urheberrechtsreform. Der gewünschte Effekt wäre mehr Geld für Leute die aktiv, eigene Inhalte erschaffen. Die Angst dabei ist, dass das Internet, welches wir kennen einfach stark schrumpft. So würde gerade im Entertainment Bereich einiges an Seiten einfach seinen Dienst schließen müssen. Im letzten Interview mit Herrn Voss hat er sogar seine ursprüngliche Meinung zur Schließung von YouTube revidiert. Anfangs bestritt er noch, dass das Gesetzt dafür sorgen würde, dass YouTube seine Dienste schließen müsse. Nun waren die Worte im Interview mit der Deutschen Welle deutlich klarer. „Wenn das Ziel der Plattform ist, Leuten den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken zu ermöglichen, müssen wir darüber nachdenken, ob diese Art von Geschäft existieren sollte.“, so klang das Ziel relativ deutlich.

Kritik von allen Seiten

Selbst große und bekannte Seiten mischen mittlerweile in der Kritik mit. Am 21.03.2019 dem sogenannten „Blackout-Day“ hat sogar Wikipedia sinnbildlich als Demonstration seinen Dienst eingestellt. Bei Twitter wird unter dem Hashtag #Axelsurft die Kompetenz von Axel Voss weiter infrage gestellt. Gerade in Bezug auf Kenntnisse zum Internet und der Informationstechnik generell.  Ruft man die Seite auf, wird man nur auf einem schwarzen Bildschirm mit einem mahnenden Text, dass dies unsere letzte Chance sei, verwiesen. Für den 23.03.2019 haben mehrere Seiten und Aktivisten zu einem Europaweiten Streik aufgerufen. „Nie mehr CDU“ hallt es im Internet. In Chats und auf Plattformen für Bilder und Memes. Sogar die Konservativen CDU reagiert mittlerweile auf die Kritik. So versuchen Sie kurz vor der Europawahl sogar noch zurückzurudern und sagt, man müsse auf Bundesebene einen besseren Kompromiss ausmachen.

Bilder von der Demonstration vom 23.03.2019 aus Düsseldorf

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